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Wandern & Bergsteigen

Die Weißsee Gletscherwelt bietet vielfältige Wander- & Bergsteigmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade. Dazu gibt es täglich geführte Wanderungen (siehe hier).

Spaziergänger finden Spazierwege in der Umgebung der Mittelstation am Grünsee, am Weißsee beim Berghotel Rudolfshütte oder auch am Aussichtsplateau Medelz auf 
2.600 m Seehöhe. Hier eröffnet sich ein gewaltiges Panorama bis ins berühmte Dorfertal nach Kals am Großglockner. Wanderer erwarten mehr als 40 km markierte Wanderwege bis auf knapp 3.000 m Höhe - u.a. interessante Gletscherwege und Alpenüberquerungen. Durch ihre hochalpine Lage ist die Weißsee Gletscherwelt ein Eldorado für echte Alpinisten. Sie ist Ausgangspunkt für das Besteigen zahlreicher Dreitausender.

Unser Familienhit: 
2 Kinder unter 12 Jahre fahren in Begleitung der Eltern gratis!

Leichte Wanderungen

Panoramaweg Rudolfshütte (AV-Nr. 715,14) 
Der familienfreundlich angelegte, mit Infotafeln ausgestattete „Panoramaweg“ führt zum Aussichtspunkt „Schafbühel“. Gehzeit ca. 30 min.

Alpenblumenweg (AV-Nr. 715) 
Ausgangspunkt für diese familienfreundliche Wanderung ist das Berghotel Rudolfshütte. Von dort wandern Sie entlang des markierten Wanderweges zur Mittelstation Grünsee. Diese Wanderung zählt eher zu den leichteren Touren. Hier erleben Sie eine einzigartige, farbenprächtige Flora. Die Wanderung führt vorbei an Berglöwenzahn, Alpenmargariten, Zwergprimeln und Almrosen. Gehzeit ca. 2 Std.

Gletschertöpfe am Grünsee (AV-Nr. 715) 
Sie gehen entlang des Wanderweges vorbei am Grünsee. Dort entdecken Sie in einer Höhe von ca. 1.710 Höhenmeter das Naturdenkmal „Gletschertöpfe“. Diese Gletschertöpfe stammen aus der Eiszeit. Sie entstanden durch Schmelzwasser, das sich zu Strömen vereinigte und Wirbel bildete. Dies kann man in den Steinen sehr gut erkennen. Gehzeit ca. 45 min.

Talwanderung durch den Zirbenwald (AV-Nr. 711)
Ausgangspunkt für diese beeindruckende Wanderung ist der Tauernmoossee in einer Höhe von 2.023 m. An der Staumauer biegen Sie links ab und wandern eine kurze Strecke bergaufwärts vorbei am Sprengkogel. Nach ca. 15 Gehminuten geht es durch den Zirbenwald abwärts zur Talstation Enzingerboden. Gehzeit ca. 1 Std.

Wanderung zum Kalser Törl (AV-Nr. 711)
Ausgangspunkt ist das Berghotel Rudolfshütte. Von dort geht man hinunter in Richtung Weißsee. Danach nimmt man den markierten Weg in südlicher Richtung bis hinauf zum Kalser Törl. Dies ist die Grenze zwischen Salzburg und Osttirol. Gehzeit ca. 1,5 Std.

Mittelschwere Wanderungen

Gletscherlehrweg Sonnblickkees - "Reise in die Arktis" (AV-Nr. 715)
Ausgangspunkt ist das Berghotel Rudolshütte. Man wandert nach Südwesten um den Weißsee bergan bis zum Fuße des Sonnblick-Kees. Die Rückkehr erfolgt über den selben Weg. Der Gletscherlehrweg vermittelt ein wunderschönes Hochgebirgspanorama mit 22 Gipfeln, davon 12 über 3.000 Höhenmeter. Der Weg ist mit Infotafeln ausgestattet. Gehzeit ca. 3,5 Std.

3-Seen-Wanderung (AV-Nr. 715)
Ausgangspunkt für diese Wanderung ist das Berghotel Rudolfshütte. Sie wandern auf den Schafbühel. Dort angelangt können Sie bereits den Tauernmoossee mit der längst geschwungenen Staumauer Europas (1.100 m) erkennen. Sie bleiben auf dem markierten Wanderweg bis zur Abzweigung „Niedere Scharte“. Dort biegen Sie links ab und wandern zurück zur Mittelstation Grünsee. ca. 3 Std. Für besonders eifrige und trittsichere Wanderer ist auch der AV Weg Nr. 711 über die Steinerne Stiege möglich. Gehzeit ca. 3,5 Std.

Gletscherlehrweg Ödenwinkelkees (AV-Nr. 715)
Ausgangspunkt für diese Wanderung ist das Berghotel Rudolfshütte. Der Lehrweg führt durch eine prächtige Hochgebirgslandschaft über den Schafbühel zur Eisbodenlacke. Von hier wandern Sie durch das seit Mitte des vorigen Jahrhunderts eisfrei gewordene Geländer zur Gletscherstirn des Ödenwinkelkees. Gehzeit ca. 2,5 Std.

Gipfelwanderung zum Medelzkopf (AV-Nr. 711) 
Ausgangspunkt ist das Berghotel Rudolfshütte. Von dort geht man zum Doppelsessellift Medelz und fährt zur Bergstation. Dort angelangt wandert man entlang der Medelzlacke zum Aussichtsplateau mit einem herrlichen Blick ins Dorfertal nach Kals. Weiter geht es über einen Steig zum Medelzkopf auf 2.760 m. Trittsicherheit ist hier in jedem Fall Voraussetzung! Gehzeit ca. 1,5 Std. 

Kalser-Tauern-Wanderung (AV-Nr. 711)
Diese hochalpine Wanderung beginnt am Berghotel Rudolfshütte. Man geht bergab zum Doppelsessellift und fährt zur Bergstation. Zu Fuß steigt man nun ab zum Kalser Tauern. Von dort führt der Weg über das „erdige Eck“ hinab zum Dorfersee und talaufwärts zum Kalser Tauernhaus. Gehzeit ca. 6 Std.
Die Wanderung wird immer samstags angeboten (organisiert mit Wanderbegleitung und Bus-Transfer)

Schwere Wanderungen

Hochfürlegg - Mittelgipfel
Vom Berghotel Rudolfshütte wandert man entlang des Gletscherlehrweges zum Sonnblickkees. Beim Regenmesser geht es weiter, vorbei am Schafkoglsee, Richtung Hoch Fürleggpfeiler über kleinere Firnfelder zum höchstgelegenen See in den Hohen Tauern, dem Eissee (2.913 m). Von dort geht es weiter zum Mittelgipfel des Hochfürleggs. Sie erleben eine Rundumsicht von Großglockner, Großvenediger, Watzmann bis zu den Dolomiten. Gehzeit ca. 3 Stunden, höchster Punkt: 2.943 m - Hochfürlegg

Kapruner-Törl-Wanderung (AV-Nr. 716)
Ausgangspunkt ist Kaprun mit dem Bus zu den Hochgebirgsstauseen Mooserboden.
Man wandert den Stausee entlang und bergauf über die Wintergasse zum Kapruner Törl (2.639 m). Es bietet sich ein herrlicher Rundblick in das Kapruner- und Stubachtal und zu den vergletscherten Gipfeln der Hohen Riffel und der Bärenköpfe. Zwischen Riffel-Gletscher (Hohe Riffel) und Klein-Eiser steht man auf „Du & Du“ mit dem Gletscherbruch. Ein besonderes Erlebnis. Vom Kapruner Törl geht es bergab, vorbei am unteren Riffl-Gletscher – Ochsenfleck – entlang des Tauernmoos-See´s (längste geschwungene Staumauer Europa´s) zur Niederen Scharte und bergab zur Mittelstation Grünsee oder vom Tauernmoossee über Schafbühel zur Rudolfshütte. Von hier Fahrt mit der Seilbahn zum Enzingerboden und mit dem Wanderbus nach Uttendorf. Gehzeit ca. 6 Stunden

Hans-Gruber-Weg (Rundwanderung Weißsee)
Über die Staumauer nördlich am Weißsee vorbei und von hier Aufstieg zum Sonnblick-Kees. Von dort nach Südwest ringsum den Weißsee. Da der Abschnitt zwischen Weißsee Staumauer und Sonnblick-Kees steil ist und teilweise über Leitern führt, ist es ratsam, für die Rundwanderung den Aufstieg wie angegeben über den Hans-Gruber-Weg zu nehmen und nicht über den Wegabschnitt südlich um den Weißsee.

Hochalpine Bergtouren

Oberwalder Hütte – über Ödenwinkelscharte
Vom Berghotel Rudolfshütte geht man zunächst entlang des Gletscherweges in den Ödenwinkel. Am Ödenwinkelkees angelangt überquert man diesen teilweise sehr steil ostwärts bergauf über Firnfelder. Weiter geht’s ziemlich steil zur Oberen Ödenwinkelscharte sowie Pasterzenboden zur Oberwalderhütte. Gehzeit: ca. 6 Stunden, höchster Punkt:: 3.233 m - Obere Ödenwinkelscharte

Krefelder Hütte – Kaprun über die Kleinschmiedingerscharte
Vom Berghotel Rudolfshütte wandert man über den Schafbühel in Richtung Tauernmoossee. Dort angelangt überquert man die Staumauer und wandert entlang des Krefelderweges zum Reichenbergkar. Nun begibt man sich im weiten Nordbogen etwas steil bergauf zum Kleetörl. Von hier aus haltet man sich rechts und folgt dem Krefelderweg über den Schmiedingerkar in Richtung Kleinen Schmiedinger. Danach über den Moränensteig zur Krefelder Hütte. Gehzeit: ca. 7 Stunden, höchster Punkt: 2.728 m – Kleinschmiedingerscharte

Sudetendeutsche Hütte – über Silesia Höhenweg
Vom Berghotel Rudolfshütte geht man zum Kalser Törl. Von dort wandert man hinab zum Erdigen Eck. Hier zweigt man rechts in den anspruchsvollen Silesia Höhenweg ab. Es geht bergauf zum Plateau des Seetroges. Etwas steil wandert man weiter zum Gradetzsattel, dem höchsten Punkt der Glocknerrunde. Nach etwa 45 Minuten erreicht man die Sudetendeutsche Hütte. Gehzeit: ca. 12 Stunden, höchster Punkt: 2.826 m - Gradetzsattel


Zehn Empfehlungen des österr. Alpenvereins

Tipps für sicheres Bergwandern

1. Gesund in die Berge
Bergwandern ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und wähle das Tempo so, dass niemand in der Gruppe außer Atem kommt.
2. Sorgfältige Planung
Wanderkarten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Touren immer auf die Gruppe abstimmen! Achte besonders auf den Wetterbericht, da Regen, Wind und Kälte das Unfallrisiko erhöhen.
3. Vollständige Ausrüstung
Passe deine Ausrüstung deiner Unternehmung an und achte auf ein geringes Rucksackgewicht. Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack, ebenso Erste-Hilfe-Paket und Mobiltelefon (Euro-Notruf 112). Karte oder GPS unterstützen die Orientierung.
4. Passendes Schuhwerk
Gute Wanderschuhe schützen und entlasten den Fuß und verbessern die Trittsicherheit! Achte bei deiner Wahl auf perfekte Passform, rutschfeste Profilsohle, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht.
5. Trittsicherheit ist der Schlüssel
Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste Unfallursache! Beachte, dass zu hohes Tempo oder Müdigkeit deine Trittsicherheit und Konzentration stark beeinträchtigen. Achtung Steinschlag: Durch achtsames Gehen vermeidest du das Lostreten von Steinen.
6. Auf markierten Wegen bleiben
Im weglosen Gelände steigt das Risiko für Orientierungsverlust, Absturz und Steinschlag.
Vermeide Abkürzungen und kehre zum letzten bekannten Punkt zurück, wenn du einmal vom Weg abgekommen bist. Häufig unterschätzt und sehr gefährlich: Steile Altschneefelder!
7. Regelmäßige Pausen
Rechtzeitige Rast dient der Erholung, dem Genuss der Landschaft und der Geselligkeit. Essen und Trinken sind notwendig, um Leistungsfähigkeit und Konzentration zu erhalten. Isotonische Getränke sind ideale Durstlöscher. Müsliriegel, Trockenobst und Kekse stillen den Hunger unterwegs.
8. Verantwortung für Kinder
Beachte, dass Abwechslung und spielerisches Entdecken für Kinder im Vordergrund stehen! In Passagen mit Absturzrisiko kann ein Erwachsener nur ein Kind betreuen. Sehr ausgesetzte Touren, die lang anhaltende Konzentration erfordern, sind für Kinder nicht geeignet.
9. Kleine Gruppen
Kleine Gruppen gewährleisten Flexibilität und ermöglichen gegenseitige Hilfe. Vertraute Personen über Ziel, Route und Rückkehr informieren. In der Gruppe zusammen bleiben. Achtung Alleingänger: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.
10. Respekt für Natur und Umwelt
Zum Schutz der Bergnatur: Keine Abfälle zurücklassen, Lärm vermeiden, auf den Wegen bleiben, Wild- und Weidetiere nicht beunruhigen, Pflanzen unberührt lassen und Schutzgebiete respektieren. Zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel verwenden oder Fahrgemeinschaften bilden.

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